Julis fordern, die Lebensmittelkontrolle in Groß-Gerau auf den Prüfstand zu stellen

Angesichts der Infektion von vier Menschen mit Keimen, die von Gurkenstücken eines Gernsheimer Lebensmittelbetriebes stammen, von denen eine Infektion tödliche verlief, fordern die Junge Liberale Groß-Gerau, die Lebensmittelkontrolle im Landkreis auf den Prüfstand zu stellen. Weiterhin müssten durch den Landrat Thomas Will (SPD) sowie den für das Veterinäramt zuständigen Gesundheitsdezernenten Walter Astheimer (B90/Die Grünen) Verantwortliche benannt und Konsequenzen gezogen werden. Im entsprechenden Betrieb wurden bei einer Überprüfung der hessischen Task-Force Lebensmittelsicherheit gravierende Hygienemängel entdeckt.

Laut Aussagen aus dem Veterinäramt Groß-Gerau müssten Kontrollen ein bis zwei Mal im Jahr stattfinden. Die Kontrollquote betrug im Jahr 2021 jedoch nur 45 % der gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollen betragen. Als Grund dafür wird seitens des Veterinäramtes angegeben, dass viele Angestellte des Amtes dem Gesundheitsamt bei der Nachverfolgung von Corona Kontakten geholfen haben.

„Die Corona-Pandemie hat uns zumindest in den ersten zwei Jahren vor Herausforderungen gestellt. Es darf jedoch einer Verwaltung nicht passieren, dass dadurch andere wichtige Aufgaben auf der Strecke bleiben, vor allem wenn es bei denen auch um den Schutz der Gesundheit geht“, erklärt der Kreisvorsitzende Max Luca Simon. „Gerade der Wilke-Skandal von vor fast drei Jahren hat gezeigt, wie wichtig regelmäßige Kontrollen von Lebensmittel verarbeitenden Produkten sind.“

V.i.S.d.P.:
Ilija Scherer,
Stellvertretender Vorsitzender für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit